Mein Auslandsstudium: Auslandsbafög!

Geschrieben am 03.06.2008 um 08:50 Uhr von Maximiliane

 

„Money, money, money…” Beim Gang ins Ausland sollte neben vielen anderen Dingen auch die finanzielle Frage ausreichend geklärt und abgesichert sein. Neben der Förderung durch das Internationale Büro oder auch der Möglichkeit eines Stiftungsstipendiums sollte man zu aller erst den Versuch unternehmen, Auslands-Bafög zu bekommen.

Um es gleich vorweg zu schicken: die Institution Bafög-Amt ist nicht mein liebster Freund im Behörden-Dschungel, den man beim Studium kennen lernt. Dennoch, und das muss man „dem Amt” und seinen vielen Mitarbeitern zu Gute halten, ermöglicht auch erst die Zahlung des Bafögs fielen ein Studium.

Das Gute am Auslandsbafög ist, dass auch diejenigen, die sonst kein Bafög in Deutschland erhalten, eine realistische Chance haben, Auslandsbafög zu bekommen, weil dabei ein anderer Berechnungsmodus zugrunde gelegt wird. Deswegen sollte man sich wirklich die Mühe machen, sich mit den vielen Formularen auseinander zu setzen.

Zudem sollte man den Antrag so schnell wie möglich stellen, denn es ist wichtig, sich überhaupt erst mal vorzustellen, um eine möglichst schnelle (!) Bearbeitung einzuleiten. Es ist dabei vollkommen in Ordnung und in gewisser Hinsicht trivial, dass man noch nicht alle Unterlagen beisammen hat.

Schritt 1: Wer ist für mich zuständig?

Die Bafög-Amter bundesweit haben unter sich die Zuständigkeit für die einzelnen Länder, in denen man sein Auslandsstudium absolvieren kann, aufgeteilt. Folglich sollte man sich erst einmal informieren, bei welchem Bafög-Amt man seinen Antrag stellen muss. Für mich ist zum Beispiel das Studentenwerk Chemnitz-Zwickau zuständig.

Schritt 2: Welche Formulare?

Auf den Internet-Seiten des zuständigen Amtes findet man dann meistens unter den Stichworten „Auslandsbafög” oder „Auslandsförderung” Hinweise zu den auszufüllenden Formularen. Da ich, um ehrlich zu sein, nicht ganz durchgeblickt habe, welche das nun genau sein sollten, habe ich den allgemeinen Bafög-Antrag, die Angaben über meine Eltern und den Auslandsbafög-Antrag einfach so weit es ging ausgefüllt und das alles mit einem netten Anschreiben, in dem ich darum gebeten habe, mir mitzuteilen, welche ich noch ausfüllen muss, nach Zwickau geschickt. Ich Fuchs…! Nach geschlagenen zwei Monaten wurde mir dann mitgeteilt, was ich noch nachreichen muss.

Alles in allem sind demnach folgende Formulare relevant:

  • allgemeiner Bafög-Antrag (Formblatt 1)
  • Erklärung der Eltern/ Ehegatten (Formblatt 3)
  • Auslandsbafög-Antrag (Formblatt 6)
  • schulischer und beruflicher Werdegang (Anlage zum Formblatt 1)
  • Leistungsnachweis (Formblatt 5) à Ist nur notwendig, wenn man wie ich Magister (oder Diplom) studiert, im 4. Semester ist und dadurch nachweisen muss, dass man alle Leistungen des Grundstudiums bereits absolviert hat.
  • Fahrpreisauskunft über die günstigste Verbindung zum Studienort (Internetauszug genügt)
  • Nachweis ausreichender Sprachkenntnis à Ist nicht notwendig, wenn man Erasmus-Student ist.
  • Nachweis über Höhe eines Stipendiums à Zum Beispiel vom Akademischen Auslandsamt oder einer Stiftung

Nunja, da ich ja noch mitten im 4. Semester bin, kann ich die Leistungsnachweise (Formblatt 5) ja noch gar nicht abgeben. Erst am Ende des Semesters (theoretisch Ende September) wäre das möglich. Trotzdem hat mir das Amt den 15.06. als vorläufigen Abgabetermin gesetzt - nicht schlecht, oder? Also bin ich treu und brav ins Magisterprüfungsamt getigert und da wurde mir freundlicherweise wenigstens eine Bestätigung (auf jenem Formblatt 5) mitgegeben, das mir die Leistungen bis zum 3. Semester bestätigt. Folglich lohnt sich ein Gang ins Prüfungsamt und zur Not kann man ja danach fragen.

Den Nachweis über die Förderung durch das Akademische Auslandsamt konnte ich auch nicht erbringen, da ich die Förderung noch nicht einmal beantragen konnte…

Schritt 3: Was wird nachgereicht?

Nachgereicht werden dürfen der Mietvertrag an der Auslandsuniversität und eine Bestätigung, dass man dort wirklich Student ist (Formular bekommt man zugeschickt).

Ich befinde mich also momentan mitten im Antragsprozedere und bin gespannt, was noch alles auf mich zukommt.

 

Themenbereich(e): Ausbildung, Auslandsaufenthalt

 

2 Kommentare zu „Mein Auslandsstudium: Auslandsbafög!”

André (PN Admin)
03.06.2008, 17:00 Uhr

#1

 

Hallo,
sehr schöner Beitrag, danke :-)
Hab einen Verweis in unserem Wiki angelegt, also nicht wundern wenn demnächst Studis hier antanzen ;-)


Elton
13.09.2008, 00:12 Uhr

#2

 

Hallo,

ich beschäftige mich auch gerade mit dem Thema und blicke nicht mehr durch als du damals. Deswegen kannst du mir vielleicht eine Kleinigkeit erklären? Infos habe ich dazu keine gefunden und Leute vom Bafögamt sind leider immer schwer zu erreichen.
Und zwar: bei Formblatt 1, werden da die Daten der Inlandshochschule eingetragen oder die der ausländischen (auch Unterkunft)? Hast du zusätzlich zu dem Paket auch noch gleichzeitig Inlandsbafög beantragt? Ich hab jetzt für die nächsten 2 Semester Inlandsbafög beantragt und möchte zusätzlich noch für die zweite Hälfte Auslandsbafög. Das kommt mir alles ziemlich doppelt gemoppelt vor…

Gruß


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