EduCamp 2008 Ilmenau - 3 Tage danach
Geschrieben am 22.04.2008 um 10:19 Uhr von Jeanette-Freya Enders
Der BewerBär und wir waren mal wieder unterwegs. Am Wochenende fand im eigentlich recht hübsch gelegenen Ilmenau das EduCamp 2008 statt. Das klingt nicht nur so ähnlich wie BarCamp sondern ist auch ein solches gewesen, nur mit dem Unterschied das der thematische Focus, wie zu erwarten auf E-Learning lag.
Viel zu zeitig nämlich schon um 7.00Uhr sind wir aufgestanden und eine knappe Stunde später in Richtung Ilmenau gebraust.
An dieser Stelle einen schönen Gruß an Marco, dem seine Erinnerung einen Streich gespielt hat und der dem Glauben aufgesessen ist, dass wir 7.15Uhr und nicht 8.15Uhr los fahren wollen…hehe. Aber immerhin hatte er dann gaaanz viel Zeit, um in aller Ruhe zu frühstücken.
Je näher wir Ilmenau kamen, umso schlechter wurde das Wetter, so dass Ilmenau an diesem Tag nur wenig von seinem eigentlichen Charme versprühen konnte. Aber das war ja auch nicht das Ziel der Reise.
In Ilmenau angekommen erlangte uns als erstes die traurige Nachricht, dass es der leckere Kaffee von Sonntagmorgen nicht bis in die Tiefen des Waldes geschafft hat. Schade.
Nun ja, kurz vor der ersten Session gab es dann trotzdem noch Kaffee, wenn auch den normalen aus der Mensa.
In den nächsten Stunden haben der BewerBär, die Nadia und ich folgende Sessions besucht: Die dunkle Seite des Web (Marco Kaiser - der nun auch, im Gegensatz zu uns, nach frühem Aufstehen und ausgiebigem Frühstück hellwach war), wieder einmal eine Twitter-Session (Basti Hirsch/ Stefan Oßwald - wir versuchen noch immer es zu verstehen und geben nicht auf), eine sehr spannende Session zu 2nd Life (Christine Fischer) und letztlich eine zum Thema bloggende Studenten (Tim Schmidt/ Christian Spannagel).
Während Marco in der ersten Session wieder einmal von technischer Seite bewiesen hat, dass im Internet gar nichts sicher ist und dazu noch die meisten Entwickler dazu auch noch faul sind, haben wir in der anschließenden Twittersession wieder ein bisschen mehr verstanden wofür das Ganze gut sein kann, finden es allerdings immer noch blöd, dass man gewissermaßen mit sich selbst oder auch gegen die unsichtbare Wand spricht..nunja, vielleicht macht es ja irgendwann noch Klick und wir finden es dann toll, Teil des beschriebenen Grundrauschens zu sein
In der 2nd-Life Session zeigte Christine den Interessierten wie die Volkshochschule Goslar eine Zweigstelle innerhalb von 2nd Life geschaffen hat. Zur Demonstration war eine Mitarbeiterin aus Goslar zugeschaltet, die wir als ihren 2nd-Life-Charakter auf dem Beamer begleiten durften. Die VHS bietet innerhalb von 2nd Life wöchentlich an die 30-40 Kurse an, von denen nach eigenen Angaben ca. 80% auch stattfinden (ab 3 Teilnehmern findet der Kurs statt). Ungeheuer spannend und für mich sehr überraschend, dass dieses Angebot tatsächlich so viel Zuspruch erhält.
Die letzte Session war in gewisser Weise zweigeteilt. Im ersten Teil stellte Tim die Plattform der Uni Osnabrück vor, auf der alle Studenten der Uni insofern sie das wollen ihren Blog hosten können. Im zweiten Teil bekamen wir einen Einblick in eine neue Lehrmethode. Mittlerweile gibt es tatsächlich Dozenten, die von Ihren Studenten das Bloggen verlangen. Christian stellte das Model der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg vor. Hier organisiert man es so, dass tatsächlich jeder Teilnehmer eines Seminars einen eigenen Blog führt, auf dem er seine Erkenntnisse für alle Interessenten zur Schau stellt. Christian hatte eigentlich den Wunsch zu ergründen, wie er seine Studenten zum Bloggen motivieren kann. In der sich seiner Einführung anschließenden Diskussion ging es jedoch vielmehr darum, ob der Blog überhaupt ein sinnvolles Medium für die Lehre ist und wenn ja in welcher Ausprägung.
Dieses Thema nahmen Marco, Nadia, der BewerBär und ich direkt im Anschluss an die Session im Auto mit nach Hause und haben noch eine ganze Weile darüber diskutiert. Nadia wird in den nächsten Tagen noch näher auf die von uns auf der A4 zwischen Erfurt und Jena gewonnenen Ergebnisse berichten.
Alles in allem war das Ilmenauer EduCamp eine feine Sache. Der Focus lag auf dem Thema E-Learning, was nicht zu 100% zu unserem Gebiet passt, aber wir haben uns die Sessions herausgefiltert, die uns angesprochen haben. Das Einzige, was es tatsächlich schwer zu kritisieren gibt, waren die Temperaturen im Audimax. Anhand der Außentemperatur von etwa 3°C vermute ich eine durchschnittlich Raumerwärmung (wenn man es noch so nennen darf) von ungefähr 16°C.
Fotos gibt es natürlich auch wieder
Themenbereich(e): Allgemein, In eigener Sache
2 Kommentare zu „EduCamp 2008 Ilmenau - 3 Tage danach”
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Marco Kaiser
22.04.2008, 10:29 Uhr
#1
1. Ich bin ein alter Mann, mir darf das auch mal passieren.
2. Ich werde berühmt