Arbeitslosigkeit im Lebenslauf - Wohin damit?
Geschrieben am 19.11.2009 um 08:34 Uhr von Daniela Krüger
Ein Leser hat uns letztens gefragt, wo man längere Fehlzeiten zum Beispiel durch Arbeitssuche oder Krankheit im Lebenslauf unterbringen soll. In der Tat ist es nicht einfach und es gibt auch kein Patentrezept, wie man es am besten anstellen soll.
Fakt ist jedenfalls, dass längere Ausfallzeiten definitiv im Lebenslauf aufgeführt werden sollen. Sind sie es nicht, kommt der Leser ins Grübeln und fragt eh nach. Außerdem entsteht dadurch leicht der Verdacht, dass man etwas verheimlichen will und hofft, dass der Personaler die Fehlzeit schon nicht merkt.
Ich empfehle, die Fehlzeiten in die Chronologie des Lebenslaufs mit einzuarbeiten. Dann bleibt das Gesamtbild erhalten und man läuft nicht Gefahr sich zu verzetteln. Wenn man häufig den Arbeitgeber gewechselt hat und dadurch viele kurze Phasen der Arbeitssuche hatte, bietet es sich auch an, dies in einem kurzen Satz am Ende des Lebenslaufs deutlich zu machen.
Kritisch wird es schließlich, wenn man längere Ausfallzeiten durch Krankheit oder Schwangerschaft hat. Einerseits müssen solche Angaben wegen des Gleichbehandlungsgrundsatzes nicht gemacht werden, andererseits ist es auch aus Sicht des Arbeitgebers nachvollziehbar, wenn dieser nachfragt, wo die Gründe für den Ausfall lagen.
Ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten und empfehle daher jedem, längere Ausfallzeiten unbedingt mit anzuführen und zu begründen. Und dass jemand mal krank war, vielleicht sogar ein Familienmitglied gepflegt hat oder wegen einer Schwangerschaft längere Zeit zu Hause war, sind für mich bisher noch keine Gründe gewesen, jemanden abzulehnen. Ganz im Gegenteil, die menschliche Note, die dadurch vermittelt wird, sagt manchmal mehr aus, als ein allzu glatter Lebenslauf.
Themenbereich(e): - Bewerbungsunterlagen
4 Kommentare zu „Arbeitslosigkeit im Lebenslauf - Wohin damit?”
Hammersbald
#2
@strangerli
Hier bitte nicht durch Spökenkiekerei die Leute noch nervöser machen:
1. bei MANCHEN Arbeitgebern mag das richtig sein - aber wer will/kann es schon ALLEN recht machen?
2. nicht VIELLEICHT - GANZ SICHER wird ein Arbeitnehmer auch mal krank. Das ist der Lauf der Welt und somit auch dem Personaler klar, der auch mal krank wird …
3. sich auf das Gleichbehandlungsgesetz berufen, bringt gleich noch mal welche Vorteile? Achja, ich behalte meine informationelle Unversehrtheit, wenn auch auf Kosten eines Jobs …
4. drehen wir doch mal den Gedanken um: Würden wir uns als Personaler nicht auch fragen, ob mit dem Bewerber “alles in Ordnung ist” oder wir vielleicht alle Naselang auf seine vertraglich vereinbarte Mitarbeit verzichten müssen, was wiederum unser Unternehmen in Schwierigkeiten bringen würde?
5. Ergo kann die Lösung doch nur darin bestehen, offensiv mit solchen Umständen umzugehen, meint: Rein damit in den Lebenslauf und nicht vergessen, “keine Angst, alles auskuriert” dazu zu schreiben.
“Spökenkiekerei” - ein lustiges Wort. Ich musste es mal googeln, weil es mir so erstmal nix gesagt hat. Wem es genauso geht, der kann hier mal nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Sp%C3%B6kenkieker
[...] Lücken im Lebenslauf [...]
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Strangerli
20.11.2009, 10:24 Uhr
#1
Zu dumm das bei größeren Ausfällen durch Krankheit oder Pflege man bei manchen Arbeitgebern schon mal unten durch fällt. Vielleicht wird man wieder krank.