Wie sich Bewerber vom Markenbild der großen Unternehmen leiten lassen!

Geschrieben am 11.11.2009 um 08:31 Uhr von Johannes

 

Große Namen, große Bewerberflut! Viele Unternehmen scheuen kein Geld und keinen Aufwand um Hochschulabsolventen von sich zu begeistern. So auch der Lebensmittelgigant Danone, dieser lud zum mehrtägigen Recruiting-Event „Der Berg ruft” ein. Auf die Veranstaltung wurde ich aufmerksam, durch die FOCUS-Online-Autorin Steffi Sammet, die in ihrem Artikel das Absolventenprogramm beleuchtete. Doch ist der Aufwand, den ein Bewerber betreiben muss, um eine der wenigen Stellen zu bekommen, es wirklich wert?

Aber erst einmal kurz zum Event: Die Kandidaten mussten sich nicht nur in Fallstudien und Interviews beweisen, sondern auch sportliche Herausforderungen im Hochseilgarten oder aber beim Orientierungslauf meistern. Abends dann, wurde bei einem gemütlichen Plausch mit den Managern von Danone der Tag ausgewertet. Klingt doch super, oder?

Doch wo Licht ist, fällt auch Schatten. Denn die Kehrseite der Medaille ist, dass die Quote derjenigen, die es bis zu einem solchen Event schaffen sehr gering ist. Denn erstmal stehen unheimlich viele Tests an bis der auserwählte Bewerber an der Recruiting-Veranstaltung teilnehmen darf. Als Beispiel sei hier die Daimler AG erwähnt, wo die Kandidaten bis zum begehrten Traineeplatz vier Hürden meistern müssen. Und die Konkurrenz ist groß, allein beim Danone-Event sind 1150 Bewerbungen eingegangen.

In diesem Zusammenhang fällt mir wieder die Frage von Stefan ein, der uns in einem Kommentar nach Bewerbungsstrategiealternativen für Hochschulabsolventen fragte. Meine Empfehlung: Lasst Euch beim Bewerben weniger von den Markenbildern in Euren Köpfen leiten. Denn bei unauffälligen kleinen und mittelständischen Unternehmen sind die Chancen auf einen Job oftmals bedeutend größer. Außerdem sagen die Markenbilder in Euren Köpfen nichts darüber, wie tatsächlich das Arbeitsklima in solchen Unternehmen aussieht.

Doch wo findet  man solche Unternehmen? Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit Career Centern an Hochschulen gesammelt, außerdem schadet es nicht, sich in privaten Netzwerken umzuhören. Sehr gut haben bei meinen ehemaligen Kommilitonen auch aussagekräftige Initiativbewerbungen bei kleineren Unternehmen funktioniert. Mein Fazit daher: Schickt lieber mal eine gute Bewerbung an ein etwas unbekannteres Unternehmen, als in die Schlacht um eine Stelle bei einem Großkonzern mit hunderten Konkurrenten zu ziehen.

 

Themenbereich(e): Berufseinstieg

 

2 Kommentare zu „Wie sich Bewerber vom Markenbild der großen Unternehmen leiten lassen!”

Gast
12.11.2009, 00:56 Uhr

#1

 

absolut richtig, volle Zustimmung. Kleine Unternehmen die in ihren Bereichen wirklich gut sind, bieten oft viel bessere Perspektiven an, als die ach so bekannten großen Unternehmen. Gerade was Kompetenzaufbau, Selbständigkeit usw. angeht, können kleinere Unternehmen viel besser Punkten.


Ralph Meinhold
12.11.2009, 17:57 Uhr

#2

 

Ein sehr gelungener Artikel. Ein Tipp, über die Stimmung und das Arbeitsklima kann man sich auch in Sozialen Netzwerken, wie z.B. Xing erkundigen. Einfach mal nach dem Unternehmen suchen und ein paar Mitarbeiter anschreiben und sich mit Ihnen austauschen. Ich habe es zwar noch nicht selber gemacht, kenne aber ein paar Bewerber, die diese Methode sehr gezielt anwenden


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