Motivation im Job - geht (nicht) immer
Geschrieben am 29.10.2009 um 08:21 Uhr von Daniela Krüger
Ich bin gerade aus dem Urlaub zurück und der erste Gedanke, kurz bevor ich auf Arbeit kam, war den gefühlt 1000 Anfragen, die sich vermutlich auf meinem Schreibtisch stapeln, gewidmet. Kein besonders motivierender Gedanke. Als ich dann aber auf Arbeit kam, war alles ganz anders, denn ich wurde herzlich empfangen und Johannes hat meinen Stapel schon vorsortiert, so dass ich nicht allzu sehr überhäuft wurde.
Da fällt es mir leicht zu rufen: „Arbeit, here I come!” Meine Motivation ist groß, doch was ist, wenn einem das nicht so leicht gelingt? Wenn man sich fühlt wie ein Hamster im Laufrad, wenn man nicht genau weiß, wofür man das Ganze hier eigentlich macht, wenn die Aufgaben öde oder monoton sind?
Auf dem Blog von Dragos Roua fand ich letztens einen Artikel zum Thema Motivation. Er hat 33 Wege gefunden, sich zu motivieren beziehungsweise motiviert zu bleiben. Ich denke ja, ersteres ist gar nicht so schwierig: Die Aussicht auf ein Stück Schokolade, wenn man sich die nächsten 60 Minuten ganz doll auf die schon unendlich oft aufgeschobenen Dinge konzentriert, ist doch wirklich verlockend. Das gute Gefühl am Ende ist ja dann auch eine Belohnung. Aber motiviert zu bleiben… das ist schon etwas schwieriger. Was ist, wenn die unleidliche Aufgabe nicht in den 60 Minuten zu meistern ist oder wenn sie immer jeden Tag gemacht werden muss. Dann hilft Schokolade auch nicht mehr…
Dragos Roua hat dafür ziemlich unkonventionelle Vorschläge: Langweilige Arbeit sollte man vermeiden, ignorieren und nicht allzu lang an ihr arbeiten. Weitere Tipps sind „Spiele spielen”, „Nein sagen zu Ablenkungen”, „Nicht auf Perfektion abzielen”. Soweit, so gut.
Was ich davon halte? Ganz grundsätzlich finde ich diese Tipps ziemlich cool, aber man sollte die Vorschläge immer relativ betrachten: Langweilige Arbeit ständig ignorieren kann auch nicht das Maß aller Dinge sein, schließlich muss die Arbeit ja getan werden. Und wenn man tatsächlich nicht ausgelastet ist im Job, sollte man mal über einen Wechsel nachdenken. Für den neuen Job hat man dann hoffentlich genügend Motivation.
Themenbereich(e): - Arbeitsalltag
2 Kommentare zu „Motivation im Job - geht (nicht) immer”
Wichtig ist die richtige Balance zwischen Arbeit und Freizeit. Allzu häufiges Nicht-Abschalten-Können muss auf Dauer einen deutlich negativen Einfluss haben.
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Strangerli
29.10.2009, 09:16 Uhr
#1
Steht da auch etwas darüber drin wie man sich motiviert wenn man weiß das die wochenlange getane Arbeit einem nichts bringen wird und nur der Chef davon profitiert?