Neue Umfrage: Wozu Twitter, Facebook & Co im Recruiting?

Geschrieben am 17.06.2009 um 07:15 Uhr von Nadia

 

Seit heute ist nun unsere neue Umfrage online. Wir möchten von Euch wissen, was ihr davon haltet, dass die web2.0-Trends im Recruiting eingesetzt werden (sollen). Wir arbeiten ja schon, wenn auch nicht schwerpunktmäßig, damit und machen die Erfahrung, dass es eine web-affine Gruppe von Leuten gibt, die diese Instrumente für die Zukunft im Personal halten. Und es gibt haufenweise Leute, die den ganzen Kram entweder nicht verstehen (wollen) oder ihn aus anderen Gründen ablehnen und für Unsinn halten. Und da Ihr, verehrte Leser, ja quasi das Publikum seid, für das wir das alles tun, fragen wir Euch einfach mal danach, wie ihr das findet. Zur Erklärung: Der Microbloggingdienst-Twitter wird bei uns eingesetzt, um einerseits Licht ins Dunkel der mysteriösen Personal-Büros zu bringen, ähnlich des Blogs, aber kürzer und in Echtzeit. Und andererseits, um unsere aktuellen Jobangebote zu veröffentlichen, was wir zum Beispiel mit Hilfe der Jobsuchmaschine Jobtweet tun. Nun könnten wir auch gezielt nach Kandidaten suchen, Informationen herausfiltern, gezielt welche streuen und und und.

Via Facebook, studiVZ und andere Networking-Portale präsentieren wir uns ebenfalls als Personaler im Netz, zeigen Präsenz und wollen die Hürden senken, mit uns ins Gespräch zu kommen. Über Xing suchen wir direkt nach geeigneten Kandidaten und stellen in die Jobbörse unsere Stellenangebote ein. Wir nutzen also diese Tools, versuchen aber kritisch zu bleiben. Und Ihr könnt uns dabei helfen herauszufinden, wie das ankommt. Auch über Kommentare zum Thema würden wir uns freuen und würde uns sicher weiterhelfen.

Also, lasst uns diskutieren und abstimmen!

 

Themenbereich(e): - Online-Recruiting, In eigener Sache, Internet, Personalmarketing

 

3 Kommentare zu „Neue Umfrage: Wozu Twitter, Facebook & Co im Recruiting?”

Jan Kirchner
17.06.2009, 12:44 Uhr

#1

 

Hallo Nadia,

als jobtweet-Entwickler bin ich natürlich überzeugt davon, dass Microbloggingdienste und andere Soziale Netzwerke sich aufgrund ihrer dynamischen interaktiven Struktur dazu eignen, Informationen (über Jobs oder andere Themen) schneller und effizienter zu verteilen, als dies bisher möglich ist.

Gleichzeitig mußte ich mir gestern bei einem Vortrag über Employer Branding in der “Generation Y” von einer Mittdreißigerin die These anhören, man dürfe als Unternehmen keineswegs in die “freizeitorientierten” Online-Netzwerke, vorstoßen. Dies werde als ein “Eindringen in die Privatsphäre” wahrgenommen und mit entsprechender Missachtung gestraft. (Bezeichnenderweise bot die Referentin anschließend Anzeigen auf der eigenen (trafficlosen) Online-Karriere-Plattform und in den dazugehörigen Printpublikationen feil… .)

Kritisch zu hinterfragen ist sicherlich die Art und Weise der Ansprache von Arbeitnehmern in Web2.0-Umgebungen. Diese wird sich erstens von der klassischen “one-way” Ansprache unterscheiden, und zweitens im Ton von Plattform zu Plattform variieren müssen. Dies umzusetzen, wird nur einer “neuen” Generation von Personalern gelingen, die soziale Netzwerke nicht nur als Mittel zur Erreichung beruflicher Ziele begreifen, sondern durch private Nutzung über ein intuitives Verständnis für Nutzerverhalten, Kommunikationsstil und Dynamik des “Social Web” verfügen. Wer hierzu nicht bereit ist, oder wem das nicht gelingt, der wird im “Social Recruiting” keinen Erfolg haben!

Grüße nach Jena,

Jan


Rouven Schäfer
17.06.2009, 21:53 Uhr

#2

 

Für das Streuen von Infos sind Social Networks sicherlich gut geeignet, wenn wir über unseren Twitteraccount http://twitter.com/doccheck 4000 Menschen erreichen würden und dann einen flott formulierten Tweet, “Mediziner auf Abwegen gesucht (m/w)” posten würden, dann könnte ich mir gut vorstellen, dass der eine oder andere, wenn er abends auf einer Party ist und von einem Mediziner beim Bierchen sagen hört, “keine Lust mehr auf die Nachtschichten ich such was Neues”, dass man dann sagt, “ey schaut euch doch mal bei Firma X an, die suchen gerade Mediziner auf abwegen”. Auch kann es für Kandidaten, die aktuell nicht suchen, aber grundsätzlich offen für die Company sind, die Möglichkeit geben den richtigen Moment abzuwarten, bspw. wenn jemand in den nächsten 3 Jahren nach Hamburg ziehen möchte und dann in 2 Jahren ne Info bekommt, dass die einzige Controllerposition jetzt genau vakant ist und man ergreift ggf. die Chance.Sicherlich wird der Trend dahin gehen dass man sich mit Mitarbeitern und Fachleuten über Social Networks mehr austauschen wird. Ein Entwickler kann einen anderen Entwickler 100 mal besser ansprechen, als ein Personaler. Also insgesamt bin ich ganz neugierig auf die Möglichkeiten, Wunder erwarte ich keine, es kann auch schnell aufwändig sein, ich merke das jetzt schon, dass ich undifferenzierte und flapsig formulierte Anfragen über xing bekomme, auf die ich ja reagieren muss.


Markus Väth
20.06.2009, 12:31 Uhr

#3

 

Hallo,

ich bin Coach und einige meiner Klienten suchen (offen oder verdeckt) nach einer neuen Stelle.

Ich nutze Twitter als Recruiting-Tool, indem ich auf meinem Blog anonymisierte Kurzprofile meiner Bewerber-Klienten veröffentliche, die per Twitterfeed automatisch auf meiner Twitter-Timeline landen. So können Personaler auf kurzem Weg zu qualifizierten und quasi “veredelten” Bewerben kommen. Warum? Ich veröffentliche nur Profile eigener Klienten, von deren Kompetenz und Eignung ich überzeugt bin.


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