Online Reputation: 6 Schritte zum guten Image im Netz
Geschrieben am 23.02.2009 um 08:25 Uhr von Gastautor
Lange hatten wir keinen Gastbeitrag mehr, aber heute ist es mal wieder soweit. Felix von Absolventa.de macht sich Gedanken zum Thema Reputation im Netz. Das haben wir Ende 2007 auch schon sehr ausführlich getan. Aber das Netz schläft nicht und ständig passiert Neues. Felix bringt Euch deshalb auf den aktuellen Stand.
Felix Struening ist bei der Jobbörse ABSOLVENTA für die Public Relations zuständig. Studenten, Absolventen und Young Professionals erhalten bei ABSOLVENTA nicht nur Jobs, sondern auch Beratungen zum Thema Online Reputation Management und die Pflege der eigenen Human Brand.
Über das sogenannte Online Reputation Management wurde hier im Bewerberblog bereits 2007 geschrieben. Mittlerweile ist das Thema vollends in den Fokus der Recruitingbranche gerutscht. Laut einer Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater lehnen 57 Prozent der Personaler Bewerbungen ab, wenn ihnen die digitalen Spuren des Bewerbers nicht gefallen. Und gerade wenn man sich auf den ersten Job bewirbt und der Lebenslauf noch wenig aussagt, schauen Personalverantwortliche gerne mal in Netz, um zu sehen, was der Bewerber sonst so treibt.
Selbst wenn Du nun denkst, dass Wenig oder Nichts von Dir im Netz zu finden sei, empfiehlt es sich, dies zu überprüfen. Denn schnell bist Du von einem Freund auf einem Partybild bei StudiVZ verlinkt und Kommentare Dritter lassen sich nie verhindern. „Niemand sollte dem Irrglauben unterliegen, dass keine negativen Informationen im Web zu finden sind, wenn man selber nichts falsch macht.”, so der PR-Experte Klaus Eck in einem Interview.
Einziges Mittel dem vorzubeugen: Selber positive Suchergebnisse produzieren, die bei Google möglichst weit vorne landen. Denn ein einfaches Online Reputation Management lässt sich eigentlich schnell aufsetzen:
1) Monitoring Eins: Eigenen Namen Googeln (auch Ego-Googeln genannt) und einen Google-Alert einrichten. So gewinnst Du einen Überblick, was im Netz über Dich steht.
2) Monitoring Zwei: Spezielle Personensuchdienste wie Yasni, das gerade neu organisierte myON-ID oder 123people benutzen und dort Profile anlegen. Dort kannst Du die Suchergebnisse selbst sortieren und überwachen. Suchende erhalten auf diesem Weg die gewünschten Ergebnisse zuerst.
3) Private Profile schützen: Die Einstellungen der Privatsphäre bei Social Networks wie StudiVZ oder Facebook überprüfen und gegebenenfalls verschärfen.
4) Business-Profil öffnen: Bei Xing und/oder LinkedIn Profil anlegen und dort auch die eigenen Kontakte anzeigen lassen, da so die (berufliche) Vernetzung sichtbar wird. Auch Facebook wird immer mehr für berufliche Zwecke genutzt.
5) Sich profilieren: Unter dem echten Namen Bloggen, Twittern, bei Xing diskutieren etc. Dabei sollte jedoch auf alle Aussagen geachtet werden, z.B. Twitter hat einen sehr hohen Page Rank und erscheint weit oben in den Suchergebnissen. Auch Xing Gruppendiskussionen werden oft vom Administrator für Suchmaschinen freigeschaltet. Wer hier qualifizierte Aussagen macht, stellt sich selbst als Experte dar.
6) Zirkuläre Verlinkung: In Emails, auf Webseiten etc. immer auf die eigenen Profile und Beiträge verweisen. So kommen Suchende an den gezielt gestreuten Informationen kaum vorbei.
Themenbereich(e): - Online-Recruiting, Bewerbung, Internet, Job&Karriere
6 Kommentare zu „Online Reputation: 6 Schritte zum guten Image im Netz”
[...] (Erschienen im Bewerberblog) [...]
Hallo Johannes,
Dein Vorschlag zu Punkt 6 trifft durchaus zu. Aber auch generell sollten man darauf achten, nicht nur zu spammen. Und wer in einem Forum oder ähnlichen nur eine Zeile postet, dann aber fünf Zeilen Signatur hat, macht nicht nur die Seite unübersichtlich, sondern ervt andere vorwiegend.
Es geht nur darum, die von einem selbst produzierten Such-Treffer (gerne auch gute von Dritten) SINNVOLL zu verbinden. Dies kann man z.B. auf der eigenen Homepage machen oder indem man bei seinem LinkedIn Profil (gibt es ja erst seit kurzem auf Deutsch) auf Xing verweist, wenn man vorwiegend im deutschsprachigen Raum aktiv ist.
Und ich denke, dass fünf hochwertige Treffer zur eigenen Person mehr überzeugen, als 30 halbherzige, auch wenn gesagt wird, dass man die ersten 30 Treffer beeinflusst haben sollte…
Viele Grüße aus Berlin, Felix
[...] Online Reputation: 6 Schritte zum guten Image im Netz [...]
Vladimir Rodiz
#5
Sehr geehrtes Bewerberblog Team
Vielen Dank für die guten Tips. Ich musste selbst feststellen, dass ich Nachteile bei Bewerbungen erlitten habe, da ich mich politisch geäussert habe. Obwohl ich die von euch empfohlenen Schritte nicht alle durchgegangen bin, habe ich gute Erfahrungen mit einer Schweizer Firma (www.onlinereputation.ch) gemacht, welche mir aus der Patsche geholfen hat. Mal sehen ob ich meine Weste mit einem XING Profile sauber halten kann.
Vielen Dank
Vladimir
Daniel
#6
Hallo,
wer einen Dienst für Online Reputation Management speziell für Bewerber sucht, sollte mal bei http://www.prestigeprotector.com vorbeisehen. Soweit ich weiß, ist dies momentan der einzige Dienst, der die Themen Onlinerufmanagement und Bewerbung auf adäquate Weise miteinander verknüpft hat und damit einen wirklichen Mehrwert für Bewerber bietet.
Viele Grüße
Daniel
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Johannes Lenz
23.02.2009, 09:41 Uhr
#1
Hi Felix bzw. liebes Team von Bewerberblog,
ein wirklich interessanter Artikel, der auch zurecht auf Klaus Eck verweist. Es gibt aber auch weitere Quellen, die zum Thema Online Reputation für Interessierte genannt werden sollten…
Eine Anmerkung hätte ich allerdings zu Punkt 6: Wenn man das übertreibt und schaut man sich so um, gibt es da schon den einen oder anderen, der ständig seine links posten muß, egal wie kurz oder unwichtig die davorstehende Aussage ist. Das nervt Leser immens. Deshalb würde ich vorschlagen, 6. insofern abzuändern, daß es mit “gesundem Menschenverstand” betrieben werden sollte, also in Maßen.
Beste Grüße aus Stuttgart
Johannes