Wordcamp 2009 - Unser Senf dazu

Geschrieben am 16.02.2009 um 15:39 Uhr von Nadia

 

Nach einem viel zu kurzen Wochenende (was sich sowohl auf das Wordcamp als auch auf den freien Sonntag bezieht) sitzen wir noch hrecht verpeilt im Büro und resümmieren über das Wordcamp am Samstag. Und ich will Euch gern daran teilhaben lassen.

Wir gewöhnen uns nur schwer daran, dass es diesmal ein Wordcamp war und kein Barcamp, was wohl aber damit zusammenhängt, dass wir Wordpress zwar benutzen, aber darüber hinaus keinen blassen Schimmer davon haben und uns deshalb lieber mit Blogs selbst als mit der Technologie auseinander setzen. Aber was solls. Die Idee, zwei Veranstaltungen (Barcamp MItteldeutschland und Wordcamp 2009) zusammenzulegen, war gut und bescherte unserem Turm am Samstag einen Ansturm von über 200 Leuten.

Begonnen hatte das Ganze mit einem Umtrunk am Freitagabend im Markt 11. Viele waren schon angereist und so konnten wir überaus nette Menschen kennenlernen und uns zum Beispiel mit Achim, Robert und Alper unterhalten. Wie immer, haben wir den Frauendurchschnitt ordentlich gesteigert :)

Am Samstagmorgen zu absolut unchristlicher Zeit standen wir schon in der Küche (Wozu gibt es Frauen…?) und kochten Kaffee. Die Jungs von Sonntagmorgen hatten wieder eine Kiste Ihres göttlichen Kaffees geschickt. Einziger Haken: Wir mussten ihn kochen. In Verbindung mit den Lieferungen von deineschokoladen.com und mymuesli.com war’s dann aber ganz erträglich ;)

Jedenfalls nahmen wir erst 12:00 Uhr an einer Session teil, weil der Kaffeekonsum der Teilnehmer uns keine Sekunde Ruhe ließ. In jeder ersten Session durfte ich lernen, dass es Leute gibt, die Experten in Mobile Voice Blogging sind. Wenn man sich bei den Netzsprechern anmeldet, kann man quasi sein Blog anrufen und die Beiträge oder Kommentare in gesprochener Form zum Besten geben. Krasse IDee. Ich frage mich nur, ob ich gesprochenen Wortwitz hinkriege und habe meine Zweifel.

Die vielen Sessions zu technischen Themen rund um Wordpress haben wir uns geschenkt, hätten wir doch eh nur Bahnhof verstanden. Auch wenn Matt Mullenweg (der erstaunlich junge (24!!!) und für einen Techi überraschend unterhaltsame godfather of wordpress) sehr kurzweilig über seine Software sprach.

Nach dem Mittag gaben wir uns die Session von Torsten zum Thema (Kaufen und Verkaufen von Blogs”. Nein, wir wollen NICHT verkaufen, uns interessierte es einfach nur. Leider sprach Torsten die ganze Zeit über Robert Basic, der zwar auf dem Barcamp, nicht aber in der Session anwesend war. Wahrscheinlich hätte dessen Anwesenheit die Diskussion, ob Blogverkauf unmoralisch ist, verkürzt…

Zum Abschluss hörten wir Alper Iseris wohl gewählte Worte zum Thema “Gründung eines deutschen Bloggerverbandes”. Die Idee finde ich nicht schlecht. Nach längerer Überlegung fände ich es übrigens sinnvoll, die Blogger in den Deutschen Journalistenverband aufzunehmen und quasi einen einheitlichen Kodex zu verfolgen. Nur so als Idee…

Witzig fand ich auch die fünf Leute von den Ergebirgsbloggern. Die haben sich eine Plattform für Blogger aus dem Erzgebirge geschaffen und tauschen sich regelmäßig aus. Cool! Fast wie die Jobblogger, nur mit eigener Seite.

Nach weiteren geschätzten 200 Kannen Kaffee war der Tag rum und Jeanette hatte mangels offizieller Abendveranstaltung mal schnell noch das halbe Gatto Bello reserviert. Das wurde dann zum Leidwesen der Kellner und Valentinstags-Pärchen dann auch sehr voll :) Die Gespräche mit den Leuten waren auch hier sehr nett, wir haben uns prima amüsiert.

Vielen Dank jedenfalls allen Menschen, die wir kennengelernt haben und allen, die das Wordcamp organisiert haben (vor allem Holger, Lars, die Menschen von Wordpress Deutschland). Wir freuen uns aufs nächste Jahr!

Und hier noch unsere Impressionen:

Wer twittert, mussnicht miteinander reden. Coole Sache.

 

Themenbereich(e): In eigener Sache, Internet

 

2 Kommentare zu „Wordcamp 2009 - Unser Senf dazu”

Markus Kaemmerer
16.02.2009, 23:20 Uhr

#1

 

Hi,

die Idee, das Blogger Mitglied im Deutschen Journalistenverband (DJV) werden ist ansich gut, wird aber nicht funktionieren, da der DJV nur hauptberuflich arbeitende Journalisten (http://www.djv.de/Mitglied-werden.16.0.html) aufnimmt. Bis jetzt hat der DJV auch noch kein übermäßiges Interesse an den Bloggern gezeigt, aber zumindest die Online-Journalisten werden langsam aber sicher wahrgenommen. Es dauert eben etwas länger. Die Blogger brauchen eher etwas eigenes. Aber zu dem Kodex des DJV (oder auch des Netzwerk Recherche (http://www.netzwerkrecherche.de/projekte/index.php?pageid=6)) kann man sich auch so bekennen.

Markus

P.S. Ich bin (trotzdem :) Mitglied im DJV.


André (PN Admin)
20.02.2009, 19:45 Uhr

#2

 

Sehr schön,
und ich ärgere mich erneut, dass ich nicht selbst teilnehmen konnte.
Mist! Aber denke die nächste Möglichkeit werde ich wahrnehmen.


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