Promotion – Warum tut man das?

Geschrieben am 21.01.2013 um 08:20 Uhr von Daniela

 

Einen schicken Doktortitel gefälligst? Fühlt sich doch gut an, oder? Nach dem Studium schließen einige Studenten noch eine Promotion an. Doch welche Gründen führen zu solch einem Schritt?

Vor allem in naturwissenschaftlichen Fächern sind Promotionen nach dem Master- oder Diplomabschluss keine Seltenheit. Oftmals mündet schon die Abschlussarbeit ins Promotionsthema und überhaupt sagen ja alle, dass man in Physik, Biologie und Co. sowieso einen Doktor braucht, sonst endet man als Laborassistent und kann sich nicht in seinem wissenschaftlichen Feld austoben und forschen.

In den wirtschafts- und geisteswissenschaftlichen Fächern promovieren weitaus weniger Studenten, mitunter aus genau den entgegengesetzten Gründen: Eine Promotion führt zur Überqualifikation und damit zu schlechteren Jobaussichten. Und dennoch gibt es auch in diesem Bereichen einige Promovenden.

Zeit.de hat dazu schon mal einige Gründe zusammengefasst:

Karrierechancen

Viele Studenten versprechen sich mit einem Doktortitel bessere Jobs. Das ist auch prinzipiell richtig, aber man darf nicht vergessen, dass vor allem viele mittelständische und kleine Unternehmen sich die damit verbundenen Gehaltserwartungen einfach nicht leisten können. Damit scheiden eine ganze Menge an Unternehmen aus.

Bequemlichkeit

Studenten, die bereits am Lehrstuhl als Hiwi gearbeitet haben, haben in der Regel einen guten Draht zum Prof und umgekehrt. Man kennt sich und weiß, was man voneinander erwarten kann. Da liegt es doch nahe, wenn der Prof die Promotionsstelle an den Hiwi vergibt. So funktioniert netzwerken und es ist für Studenten natürlich auch bequem, wenn man sich nicht weiter um einen Job bemühen muss. Allerdings sollte man nur so aus Neugier vielleicht doch erstmal seine Fühler in die Bewerbungswelt stecken, um herauszufinden, ob eine Promotion wirklich die richtige Entscheidung ist.

Arbeitslosigkeit

Klar, wenn der Arbeitsmarkt suggeriert, dass man mit seinem Abschluss derzeit eher schlechte Karten für einen guten Job hat, dann ist auch eine Promotion ein Ausweg. Aber auch hier muss man sich darüber im Klaren sein, was es heißt zu promovieren… Eine Promotion ist nicht irgendein Job, sondern sie verfolgt ein klares Ziel, wofür man aber viel Durchhaltevermögen braucht. Man muss einfach der Typ dafür sein, wissenschaftlich arbeiten und forschen zu wollen. Allein aus dem Motiv der zu vermeidenden Arbeitslosigkeit heraus eine Promotion zu beginnen, ist der falsche Ansatz.

Promotionsthema

Wenn man für ein Thema „brennt“, was man vielleicht schon in seiner Studienzeit angerissen hat, ist das die beste Voraussetzung für eine Promotion. Aber das Thema muss gut und geeignet sein – wenn darüber schon mal was geforscht wurde, wird es schwierig. Man sollte sich also vorher gut Gedanken machen, wohin die Promotions-Reise geht und ob man das Gepäck tragen kann.

Branchenüblich

Chemie, Biologie, Physik, Medizin – alles Fächer, in denen die Promotionsrate deutlich höher ist als in anderen Fächern. Es ist ja nahezu ein Automatismus damit verbunden, dass Naturwissenschaftler nach dem Studium promovieren. Doch auch hier sage ich: Wer nicht promovieren will, sollte es auch nicht tun. Wer erstmal Berufserfahrung sammeln will, soll sich ins Berufsleben stürzen. Eine Promotion zu einem späteren Zeitpunkt ist ja auch noch möglich, wenn man dann bereit dafür ist.

Gründe für eine Promotion gibt es also viele. Ich persönlich rate jedem Absolventen, der über eine Promotion nachdenkt, sich wirklich gut zu überlegen, ob das was für ihn ist – und das meine ich ganz objektiv.

 

Themenbereich(e): Ausbildung

 

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