Vitamin B – richtig nutzen

Geschrieben am 10.01.2012 um 08:03 Uhr von Nadia

 

Das Vitamin Beziehung kann bei der Jobsuche ungeheuer nützlich sein: Man kennt jemand, der weiß etwas und fragt mal nach und schon ist man schneller im Rennen als man es auf “normalem” Wege je sein könnte. Es ist kein Geheimnis, dass die Besetzung von Stellen oft über Beziehungen funktionieren (je nach Studie heisst es, dass 15-30% aller Stellenbesetzungen über Empfehlungen und Kontakte zustande kommen). Und sinnvoll ist es meist auch: Denn die Empfehlung von einer vertrauenwürdigen Person ist sehr viel wert, der Kandidat ist quasi schon “vorgefiltert”, so wird beiden Seiten Arbeit gespart. Nicht umsonst gibt es fast in jedem großen Unternehmen mittlerweile Mitarbeiter-Empfehlungsprogramme und Online-Plattformen, die nach diesem Prinzip Kandidaten vermitteln.

Wie stelle ich das also an, einen Job per Bekanntschaften zu ergattern? Zuerst, logisch: Immer schön Netzwerken. Und zwar möglichst schon lange bevor man auf Jobsuche ist. Auf Firmenveranstaltungen gehen, Smalltalken und so weiter. Dann umhören: Wo werden Positionen frei oder neu geschaffen; wo boomt es, wo sind die Job-Multiplikatoren wie Personaler, Geschäftsführer, Netzwerker? Und schließlich, wenn man sich für einen Wechsel entschieden hat: Immer mal in die Kanäle streuen, dass man auf der Suche ist und um Verbreitung bitten.

Ist die Informationen lange genug herumgegangen, sollte man seine Kontakte aufsuchen oder anrufen und eine (Kurz)Bewerbung parat haben. Worauf man sich nicht verlassen sollte: Dass andere für einen die Jobsuche bis zum Schluss übernehmen. Genau das erlebe ich häufig: Ein Bewerber kennt jemanden, der uns kennt. Und der erzählt: Ich rede mal mit denen, die helfen Dir, ich versprech’s. Und dann bekommen wir Andeutungen, Namen und unvollständige Lebensläufe mit der Bitte hingelegt, doch etwas für denjenigen zu tun. Dass just in diesem Moment die perfekt Stelle offen ist, ist eher die Ausnahme. Und wenn der Bewerber sich nicht irgendwann auch persönlich einklinkt, lässt das auf wenig Engagement schließen.

Kurz gesagt: Anbahnung der Kontakte zum neuen Job gern über Bekannte – Bewerbung und Kontakt dann doch lieber persönlich. Dann ist Vitamin B auch eine echt gesunde Sache.

 

Themenbereich(e): Bewerbung, Job&Karriere, Recruiting

 

Ein Kommentar zu „Vitamin B – richtig nutzen”

Bea Lindner
12.01.2012, 16:44 Uhr

#1

 

Vielen Dank für diesen Blog. Ich sehe das genauso. Ohne Empfehlungen ist es heute gerade in anspruchsvolleren Berufszweigen schwer hinein zu kommen.

Obwohl ich immer noch die Möglichkeit über ein Kurzzeitpraktikum sehe, dass man dem Unternehmen in seinem Bewerbungsschreiben anbieten kann.


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