Das A-Team hilft????

Geschrieben am 19.05.2010 um 08:08 Uhr von Claudi

 

Schon die Überschrift lässt erahnen, in welche Richtung gezielt wird: In der Not hilft das A-Team. Aber mal ganz ehrlich: Wen, wie und was muss man dafür alles auf sich nehmen???

Ich habe bereits vor einiger Zeit über die scheinbar unüberwindlichen Hürden bei Anträgen zum ALGII geschrieben. Nun schreibt spiegel.de, was dabei alles zu beachten ist. Im Artikel geht es um Hochschulabsolventen und die Probleme, die die Agentur mit eben Jenigen hat.

„Gleich nach ihrem Studienabschluss in European Studies ging Stephanie zum Jobcenter in Dinkelsbühl; in der Nähe ist sie aufgewachsen. ‘Die haben mir ganz klar gesagt, dass sie auf mich nicht vorbereitet sind und ich mich an eine größere Arbeitsagentur wenden solle.’”

Mir ging es da ähnlich. Bei der Bearbeiterin für Hochschulabsolventen musste ich mich nahezu rechtfertigen, weshalb ich nicht genau weiß, welchen exakten Beruf ich ausüben möchte. Zu alledem warf sie mir einen eher herablassenden Blick zu und gab mir ein paar Unterlagen und Listen, die ich pflegen und nach Stellen durchsuchen sollte. Seitdem habe ich nichts mehr von der guten Frau gehört.

Im Artikel ist weiter beschrieben, wie Hochschulabsolventen mit den Anträgen zum ALGII umgehen sollten. Da heißt es, dass man sich mehrere Wochen vor dem Abschluss dort melden sollte, damit der Antrag rechtzeitig bearbeitet werden kann und dem Absolventen keine wochenlange Geldnot droht. Problem hier ist aber: Kommt man zur Agentur, wird einem gesagt:

‚Ach bei einem Antrag zum Ersten des kommenden Monats, reicht es, wenn Sie den Antrag am 30. abgeben’.

Ja wie denn jetzt nun wirklich? Tatsache ist, je eher man die Unterlagen und Unterschriften für den Antrag zusammen hat, umso besser, was nicht heißt, dass der Antrag auch rechtzeitig bearbeitet wird. Bei mir zum Beispiel kam nach fast 4 Wochen nach der Abgabe ein Schreiben mit einer Liste, welche Dokumente noch fehlen und dass vor Vollständigkeit nichts bearbeitet wird. Also wieder 3 Wochen oder länger warten.

Aber, um auch noch etwas Gutes an dem Ganzen aufzuzeigen: Es stimmt tatsächlich, dass man für Bewerbungen finanzielle Unterstützung bekommt. So sind es 5€ pro Post- und 2€ pro Online-Bewerbung, was doch unheimlich helfen kann. Diesen Service kann, im Gegensatz zu den Unterstützungen, die der Artikel beleuchtet , jeder in Anspruch nehmen. Hier wird nicht individuell entschieden.

 

Themenbereich(e): - Arbeitsalltag, - Bewerbungsunterlagen, In eigener Sache

 

4 Kommentare zu „Das A-Team hilft????”

Ralf
19.05.2010, 17:13 Uhr

#1

 

Das letzte stimmt so meines Wissens nicht. Man kann sich NICHT darauf verlassen, die Bewerbungskosten erstattet zu bekommen, obwohl das Amt vorher oft versucht, vorher den Eindruck zu erwecken, dass dies der Fall sei.

Bewerbungskostenerstattung ist lediglich eine kann-Bestimmung, bei der zusätzlich eine Kostenobergrenze von 260 Euro jährlich eingezogen ist (§ 46 SGB III). Die Bewilligung kann je nach Kassenlage erfolgen und zudem abhängig davon, dass man VORHER entsprechende Anträge geschrieben und zum Amt transportiert hat.


Gerhard
20.05.2010, 02:27 Uhr

#2

 

Warum werden Onlinebewerbungen auch finanziell unterstützt? Dabei entstehen doch nur minimale Kosten, wenn ich mal Strom und Internet runterrechne.


Claudi
20.05.2010, 09:11 Uhr

#3

 

Hallo Ralf,
das ist natürlich ärgerlich, wenn sie einem solche Sachen versprechen und dann nicht einhalten. Das mit den 260 Euro wusste ich zum Beispiel auch nicht. Ich werde der Sache mal auf den Zahn fühlen :) Was allerdings wirklich wieder typisch Amt ist, dass sich der Antragsteller zu allem termin- und fristgerecht melden muss, aber wehe man möchte selbst einmal etwas pünktlich erhalten.
Bleibt für uns nur zu hoffen, dass wir uns nicht mehr damit rumschlagen müssen.

@Gerhard: warum eine online-Bewerbung zu 2€ unterstützt wird, habe ich auch nicht verstanden. Also prinzipiell finde ich das natürlich gut, aber die Relation zu den Kosten einer Postbewerbung fehlt da völlig.


Charlie
18.07.2010, 01:02 Uhr

#4

 

Das mit den Kosten stimmt so nicht: Ich als kaufmännische Angestellte mit “nur” Abitur-Abschluss bekomme lediglich meine schriftlich eingereichten Bewerbungsmappen mit 5,– Euro erstattet, Online-Bewerbungen nicht. Allerdings wird hier ein Unterschied zwischen Akademikern und Nicht-Akademikern gemacht: Meine Freundin ist arbeitslos und hat ein Studium gemacht. Sie bekommt sowohl für die schriftliche als auch für die Online-Bewerbung 5,– Euro erstattet. Das finde ich überhaupt nicht richtig!


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