Der Lebenslauf – Der Inhalt als Türöffner zum Vorstellungsgespräch

Geschrieben am 30.04.2009 um 08:11 Uhr von Daniela

 

Nachdem ich vor einiger Zeit etwas zur Form und zum Layout berichtet habe, kommt nun der wichtigste Teil des Lebenslauf: die inhaltliche Ausgestaltung! Der Inhalt des Lebenslaufs ist mit dem Anschreiben sozusagen die Visitenkarte und hat damit enormen Einfluss auf die Entscheidung des Personalers für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.Ganz oben stehen die persönlichen Kontaktdaten. Sofern man nicht schon einen eigenen Briefkopf hat, gehören folgende Daten hierher:

  • Name
  • Vorname
  • Geburtstag, -ort
  • Anschrift
  • Telefon- und/ oder Handynummer
  • E-Mail-Adresse

Solche Sachen wie Familienstand, Staatsangehörigkeit, Anzahl der Kinder, Berufe der Eltern müssen heutzutage nicht mehr zwingend in den Lebenslauf geschrieben werden. Schließlich sagt der Beruf der Eltern relativ wenig über die Qualifikation des Bewerbers aus.

Danach beginnt der eigentliche Lebenslauf: Ausbildung, Berufserfahrung und sonstige Kenntnisse müssen in möglichst informativer Art und Weise dargestellt werden. Unabhängig davon, ob man sich für einen tabellarischen oder funktionalen Lebenslauf entschieden hat, sollten die einzelnen Stationen so gut wie möglich beschrieben werden. Dabei sollten neben dem Zeitraum (Monat und Jahr sind in meinen Augen am aussagekräftigsten) folgende Informationen enthalten sein:

Bei der Ausbildung:

  • Name der Ausbildung: zum Beispiel Studium der BWL, Ausbildung zum Informatikassistenten etc. Die Bezeichnung kann man noch fett hervorheben, um gleich die Aufmerksamkeit darauf zu richten.
  • Name und Ort der Ausbildungsstätte
  • chwerpunkte in der Ausbildung: Hier bietet es sich an, zum Beispiel Kernfächer in der Schule oder Schwerpunkte im Studium anzugeben. Auch seine Abschlussnote kann man erwähnen.

Bei beruflichen Aktivitäten:

  • Bezeichnung der Stelle: Auch diese kann man wieder fett hervorheben, damit man auf den ersten Blick sieht, in welchen Position man schon Erfahrung hat.
  • Unternehmen, Institution etc.: Hier sollte man darauf achten, dass man den vollen Namen angibt – also auch die Rechtsform bei Unternehmen und Verbänden und den Ort, wo man gearbeitet hat, nicht vergessen.
  • Beschreibung der Stelle: Mit ein paar kurzen Anstrichen soll hier die Stelle näher beschrieben werden. So hat der Leser einen schnellen Überblick und kann sich schneller ein Bild vom Bewerber machen.

Bei den Kenntnissen:

  • Selbsteinschätzung der Kenntnisse: Um Kenntnisse besser einschätzen zu können, ist es hilfreich diese zu bewerten. Dabei bietet sich zum Beispiel das Schulnotensystem an (sehr gut, gut, befriedigend etc.). Weniger aussagekräftig dagegen ist die Angabe in Jahren, weil damit noch nicht klar ist, wie gut man wirklich ist.
  • Aufzählung der Kenntnisse: Die Kenntnisse sollten nach ihrer Zugehörigkeit geordnet werden – also beispielsweise nach Fremdsprachenkenntnissen, Softwarekenntnisse etc.

Zu Hobbys und Interessen haben wir an früherer Stelle schon mal was geschrieben. Das kann man hier nachlesen.

Letztendlich sollte man sich vor Augen halten, dass der Lebenslauf die erste Hürde in den neuen Job ist. Um diese Hürde erfolgreich zu meistern, sollte man den Lebenslauf gut vorbereiten, sich viel Zeit nehmen und das Geschriebene kritisch hinterfragen: Kann der Leser erkennen, was ich gemacht habe, wo meine Schwerpunkte liegen, wie gut meine Kenntnisse sind? Noch ein wichtiger Tipp zum Schluss: Lasst Freunde und Bekannte Korrektur lesen!

Weitere Blogartikel auf bewerberblog.de zum Thema Lebenslauf:

Welches Dateiformat für die E-Mail-Bewerbung?

 

Themenbereich(e): - Bewerbungsunterlagen

 

12 Kommentare zu „Der Lebenslauf – Der Inhalt als Türöffner zum Vorstellungsgespräch”

zimtsternin
30.04.2009, 12:07 Uhr

#1

 

Sollte das Geburtsdatum laut AGG nicht nicht mehr in den Lebenslauf? Von wegen Diskriminierung aufgrund des Alters.


Daniela Krüger
30.04.2009, 14:00 Uhr

#2

 

Das mit der Altersangabe ist tatsächlich etwas verzwickt… Grundsätzlich sagt ja das AGG, dass niemand auf Grund seines Alters, Geschlechts, Religion etc. benachteiligt werden darf. Es sagt also nichts darüber aus, ob in einer Bewerbung das Geburtsdatum angegeben werden soll oder nicht. Sofern es doch jemand tut, können wir den Bewerber nicht daran hindern. Falls er jedoch kein Geburtsdatum angibt, ist das auch sein gutes Recht – und das ist auch völlig ok, denn letztendlich sollte er ja fachlich überzeugen…


Peter
06.05.2009, 10:07 Uhr

#3

 

Für mich sind Personaler wie Türsteher und Lebensläufe wie die Klamotten, die man abends zum Weggehen anzieht. Türsteher bzw. Personaler suchen immer nach irgendwelchen Makeln, wegen denen sie einen nach Hause schicken können.

Geschickter ist es, gar nicht erst zu versuchen, am Türsteher vorbeizukommen, sondern den Clubbesitzer und sein persönliches Umfeld kennenzulernen. Bei der Stellensuche heißt das, zuerst die potenziellen Kollegen im Wunscheinsatzgebiet und dann den späteren Chef kennenzulernen. Die Personaler spielen dann keine Rolle mehr und der Lebenslauf fällt, sofern man seine Hausaufgaben gemacht hat und ein attraktives Angebot über eine zukünftige Mitarbeit vorlegen kann, nicht mehr sonderlich ins Gewicht.

Personaler haben bei mir bei der Stellensuche noch nie zur Zielgrupe gezählt und Lebensläufe habe ich erst abgegeben, wenn schon feststand, dass ich eingestellt werde.


[...] Frage haben wir schon das ein oder andere Mal in unserem Blog beantwortet und immer darauf hingewiesen, dass es nicht nötig ist, [...]


[...] man natürlich auch die Möglichkeit eigene Dateien hochzuladen. Das bietet sich vor allem für den Lebenslauf, ein Skillprofil oder für ein Motivationsschreiben an. Bei Zeugnissen oder sonstigen vertraulichen [...]


[...] oft haben wir darüber berichtet, welche Angaben so in den Lebenslauf gehören. Neben dem Namen und der Adresse weisen wir auch immer darauf hin, dass Telefonnummer und [...]


Mit dem XING-Profil zum Job : Bewerberblog.de
23.10.2009, 08:17 Uhr

#7

 

[...] Vollständiges Profil: Um für potenzielle Arbeitgeber attraktiv zu sein, ist es ratsam, den Lebenslauf so genau wie möglich abzubilden, das heißt, das Profil sollte vollständig und vor allem aktuell [...]


[...] in einer richtigen Firma. Nicht nur dass es bei späteren Bewerbungen einen guten Eindruck auf dem Lebenslauf hinterlässt, man erhält in meinen eine Kompetenzausbildung, die man sonst erst im Laufe seines [...]


[...] vermuten lässt – kürzer als eine normale Bewerbung und umfasst lediglich das Anschreiben, den Lebenslauf und eventuell noch die so genannte 3. Seite. Eine Kurzbewerbung zielt darauf ab, dem Leser [...]


[...] man skurrile, interessante und unkonventionelle Bewerbungsmöglichkeiten. Abseits von Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen, haben sich einige kreative Köpfe was ganz Innovatives in Sachen Bewerbung [...]


Schreckgespenster
19.02.2010, 14:52 Uhr

#11

 

Vielen Dank für die Erläuterungen. Nach vielen Jahren fehlt einem nämlich der Überblick, was sich alles geändert hat. Manche Personaler können einem schon den Nerv rauben. Gott sei Dank nehmen viele die Bewerbung online an, da muss man nicht mehr soviel Papier verschwenden. Toller Blog! Ihr leistet super Aufklärungsarbeit!


Sabbatical im Lebenslauf : Bewerberblog.de
08.09.2010, 07:43 Uhr

#12

 

[...] Lebenslauf empfehle ich, das Sabbatjahr auf jeden Fall mit anzugeben. Denn so entstehen keine Lücken und [...]


Einen Kommentar verfassen:




 


 

Bewerberblog.de Feeds:  
 
  • Anzeige

  • Wo steht was?

  • Wann war was?

  •  

    April 2009
    M D M D F S S
    « Mrz   Mai »
     12345
    6789101112
    13141516171819
    20212223242526
    27282930  
  • Wer sagt was?

    Bewerbungs-Coach: Bei den meisten Personalleitern werden Online-Bewe...
    lebenslauf muster: wo finde ich denn auf der seite hier eine vorlage ...
    |TP|: Na das hört sich ja nach viel Spaß an. Ich freue...
    Flo: Als Tischfußball Fanatiker bin ich natürlich von...
    sinni: Also ich bin Arbetgeberin, hatte heute 2 Termine m...
    Waldemar: Die Tests vom Geva Institut sind mir viel zu kompl...
    Dr. Bernd Slaghuis: Nicht nur der Ton macht die Musik und bstimmt die ...
    Olga: Und soeben haben wir noch eine Sponsoringzusage vo...
    Daniela: Auch das kommt vor - ist aber eher die seltene Aus...
    Florian: ... natürlich kann es vorkommen - dummerweise hä...
  •