Wie werde ich … BerufsberaterIn und FallmanagerIn beim Arbeitsamt?
Geschrieben am 19.05.2008 um 09:00 Uhr von Nadia Kittel
Katja absolviert momentan ein Praktikum bei The Agent Factory, eine Firma, die mit auf unserer Etage Ihre Büros hat. Und weil sie gern wissen wollte, wie es in einer Recruitingfirma so zugeht, hat sie einen Tag bei uns verbracht. Netterweise hat sie uns auch gleich noch von ihrer interessanten Ausbildung berichtet. Und das enthalten wir euch natürlich nicht vor.
Immer, wenn ich gefragt werde, was ich mache, weiß fast nie jemand etwas mit der Antwort anzufangen: „Ich studiere Beschäftiungsorientierte Beratung und Fallmanagement”. Ich gebe zu, ich kannte diesen Studiengang auch erst wenige Monate bevor ich selbst mit dem Studium angefangen habe…
Nun, ich studiere also seit September 2006 an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit- staatlich anerkannte Fachhochschule für Arbeitsmarktmanagement Beschäftigungsorientierte Beratung und Fallmanagement. (Puh! ;D)
Es ist ein duales Studium und sozusagen unternehmenseigen. Um da ran zu kommen, bewirbt man sich um einen Studienplatz bei der jeweils örtlichen Agentur für Arbeit. Wird man eingeladen, durchläuft man ein Bewerbungsverfahren (Computertest, AC) und wird vielleicht genommen. Jedes Jahr werden etwa 45 Leute eingestellt. Daneben gibt es aber auch noch den zweiten Studiengang Arbeitsmarktmanagement, der etwa 260 Studenten pro Jahrgang umfasst.
Studienort für meinen Studiengang ist Mannheim. (Die FH hat ebenso noch einen Sitz in Schwerin, wo man auch Arbeitsmarktmanagement studieren kann.) Das Studium ist in fünf Trimester und vier Praktika aufgeteilt, die jeweils im Wechsel stattfinden. Die Praktika werden nicht in Mannheim, sondern an der Agentur absolviert, die einen eingestellt hat. Bei mir ist das Halle (Saale). Das heißt, man zieht alle vier Monate um. Ein lustiges Leben sag ich euch!
Ist man fertig, kann man sich als Bachelor of Arts in Beschäftigungsorientierte Beratung und Fallmanagement betiteln und startet seine Karriere in der Arbeitsagentur oder ARGE!
Als Berufsberater hilft man also den ganzen verwirrten jungen Menschen, sich mit ihrer Berufswahl auseinanderzusetzen. Man gibt ihnen eine Entscheidungshilfe, ohne ihnen aber die Entscheidung abzunehmen!
Fallmanager hingegen vollbringen meiner Meinung nach eine noch psychisch härtere Arbeit. Sie betreuen intensiv die Arbeitslosengeld II-Empfänger, die eine Menge von Problemen haben. Fallmanager versuchen also, mit dem Klienten zusammen, Drogen-, Schuldenprobleme etc. zu lösen und sie so letztlich wieder fit für den Arbeitsmarkt zu machen.
Ja, ich studiere Beschäftigungsorientierte Beratung und Fallmanagement…
Themenbereich(e): - Arbeitsmarkt, Ausbildung, Berufseinstieg, In eigener Sache
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